Die Open Data Cam in Aktion

Die Open Data Cam in Aktion (Foto: moovellab.com)

Open Data Cam: Verkehrszählung mit freier Cam für freie Bürger

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Wenn von Kameras im öffentlichen Raum die Rede ist, dann wird häufig zuallererst an Personen-Überwachung gedacht. Dabei gibt es viele unterschiedliche Anwendungen. Ein Beispiel dafür ist die „Open Data Cam“ zum Selbstbau für jedermann. Ziel des Gerätesist es, die Menge und Häufigkeit von Bewegungen auf öffentlichen Straßen festzustellen. Damit wird auch Privatleuten oder Organisationen die Möglichkeit gegeben, die konkrete Belastung bestimmter Straßen oder Kreuzungen zu tracken und damit objektive Daten zu gewinnen.

Das habe ich als Schüler tatsächlich selbst schon mal gemacht: Mit Blatt und Stift an einer Kreuzung gestanden und für jedes Fahrzeug einen Strich gemacht. Das wird im Laufe der Stunden zu einem gräßlich langweiligen Unterfangen. Ich wage mir kaum vorzustellen, wie öde die Auswertung dieser Daten erst sein muss.

Die Open Data Cam in Aktion

Die Open Data Cam in Aktion (Foto: moovellab.com)

Verkehrszählungen dieser Art gibt es regelmäßig schon seit Jahrzehnten. Das ist eine knifflige, arbeitsintensive und auch fehlerträchtige Geschichte, die auch eine Menge Geld frisst.

Die „Open Data Cam“ soll dies nun vereinfachen – und die Technik einfach zugänglich machen. Die Anleitung zum Bau der Kamera mit angepasster Hardware sowie der Software ist ein Projekt des moovellab.com in Stuttgart. Das Lab bezeichnet sich als „disziplinübergreifenden Kreativraum“, der Arbeitsbereich sei zwischen einem Forschungslabor und einer Bastelwerkstatt angesiedelt. Es wird betrieben von der Moovel-Group, einer Tochter von Daimler mit dem Schwerpunkt Mobilität.

Statistische Auswertungen möglich

Die Macher der Kamera sagen:

Eine Möglichkeit, intelligente Städte zu verstehen, ist die Anwendung neuer Technologie auf Stadtbereiche. „Open Data Cam“ kann Städten (Bürgern, Institutionen, Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern) helfen, ihre Umgebung besser zu verstehen.

Gesteuert wird die „Open Data Cam“ via Smartphone. Eine dafür speziell entwickelte Software kategorisiert in Echtzeit die erkannten Objekte – Kraftfahrzeuge, Lastwagen, Fußgänger, Zweiradfahrer und andere – und erfasst statistische Daten. Diese lassen sich anschließend detailliert auswerten. Dabei sind nicht nur die Fahrzeugtypen von Interesse, sondern natürlich auch die Stoßzeiten oder bevorzugte Fahrtrichtungen abhängig von der Uhrzeit. Wofür die Nutzer der Cam die Möglichkeiten nutzen, lassen die Macher des Projekts bewusst offen.

Die verwendete Software für auf Github zur Verfügung gestellt.

https://github.com/moovel/lab-opendatacam

 

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