Louis-Vuitton-Tracker von Sigfox

Louis-Vuitton-Tracker von Sigfox (Foto: Sigfox)

Na sowas: Sigfox-Tracker findet Euren Louis-Vuitton-Koffer

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Euer Louis-Vuitton-Köfferchen, das Euch so ans Herz gewachsen ist, wurde ins falsche Flugzeug geladen und steht nun am anderen Ende der Welt. Auch für dieses Problem gibt es eine IoT-Lösung. Per App könnt Ihr den Standort des Koffers problemlos herausfinden. Was bei einem Koffer für mehrere tausende Euro ja auch von Vorteil sein kann. Häufig verwenden werdet Ihr das wohl nicht – aber es ist ein interessanter Showcase.

Ja, ihr dürft da ruhig drüber lächeln. Das Problem, dass Euer 2600 Euro teuerer Koffer vermisst wird, ist Euch bisher eher selten begegnet. So viel kann ein Koffer bei Louis Vuitton eben auch mal kosten. Von den schweizer Armbanduhren und den Edelstein-Colliers, die Ihr damit transportiert, mal ganz abgesehen. Da ist es doch schön, wenn Ihr per App abfragen könnt, wo sich der Koffer gerade befindet. Euer Koffer ist gar nicht in New York gelandet, sondern in Hong Kong? Jetzt wisst Ihr es frühzeitig.

Louis-Vuitton-Tracker von Sigfox

Louis-Vuitton-Tracker von Sigfox (Foto: Sigfox)

Im Ernst: Auch wenn diese Anwendung nur wenigen Menschen in seltenen Situationen hilft, so ist sie doch ein gutes Beispiel für die eingesetzte Technologie. Das Unternehmen, das dies bereit stellt, nennt sich Sigfox und ist ein französisches Unternehmen, das sich als „der führende Anbieter von IoT-Diensten“ bezeichnet, was wiederum ein wenig großzuspurig erscheint.

Ein eigenständiges, wachsendes Funknetzwerk

Immerhin hat Sigfox in eigenes Funknetzwerk aufgebaut. Dieses ist für die Belange des IoT optimiert, also für Sensoren, die wenig Strom verbrauchen dürfen, also in der Regel batteriebetrieben sind. Aktuell betreibt Sigfox ein Funknetzwerk, das zusammen mit Partnerunternehmen 29 Länder abdeckt. Es ist völlig selbständig, also unabhängig von anderen Technologien wie etwa LTE.

Das 2009 gegründete Unternehmen aus der Nähe von Toulose erreichte 2015 laut öffentlicher Quellen mal gerade einen Umsatz von rund fünf Millionen Umsatz. Aber Immerhin: Im November 2016 schloss Sigfox eine weitere Finanzierungsrunde mit rund 150 Millionen Euro ab.

Die Kooperation von Lous Vuitton ist eher ein PR-trächtiges Anwendungsbeispiel. Denn wieviele Menschen kaufen sich ein Funkmodul für 400 Euro, um damit Koffer der Reihe Horizon zu pimpen? Das Tracking-Gerät funktioniert tatsächlich auch noch nicht weltweit, sondern nur in einer Auswahl von Flughäfen.

 

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